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Dienstag, 10. Juli 2012















Mein Blick geht auf die Uhr. Noch fünf Minuten, fünf Minuten bis ich Sommerferien habe, fünf Minuten, die ich noch in diesem Klassenraum sitzen muss , fünf Minuten, bis ich für immer von dieser Schule bin. Meine Sitznachbarin guckt mich traurig an, und sagt mir, das ich ihr fehlen werde. Es klingelt und ich freue mich, niemand versteht es, das ich mich freue, sie sind traurig das ich gehe. Ein unglaubliches Gefühl, zu wissen, das man doch jemandem etwas bedeutet, das es jemand schade findet, das ich gehe. Sie nehmen mich alle fest in den arm, geben mir einen Kuss auf die Wange und sagen mir, das wir uns bald wieder sehen werden, spätestens, an meinem Geburtstag. Johanna bleibt einen Moment länger, guckt mich an, ' Cheyenne du bist mir so unglaublich wichtig geworden in dem Jahr , ich möchte nicht das du gehst. Niemand mehr, der durchgehend im Unterricht redet, so viel scheiße redet, wie ich es noch nie erlebt habe. Niemand mehr, der mir Geschichten erzählt, niemand mehr, dessen lachen den Kompletten Klassenraum erfüllt. Niemand mehr, der in Physik Gurken durch den Klassenraum wirft , und bei jedem Versuch vorne an der Tafel steht und scheiße baut. Niemand mehr, der Grimassen von vorne schneidet und mich mit dem süßesten lächeln anlächelt, niemand mehr, der durch die Schule tanzt oder Treppen hochfällt. Wie soll ich das aushalten?' ihr rollt eine träne über die Wange, und auch ich bekomme einen Klos in den Hals. ' Ich bin doch nicht aus der Welt. Doch ich muss jetzt an mich denken, es ist besser für mich. Du schaffst das auch ohne mich, immerhin gibt es bestimmt mehrere so Vollidioten wie mich' grinse ich sie an, drücke ihr einen Kuss auf die Wange und gehe, gucke ein letztes mal meine Schule an, und lächle bis über beide Ohren. Ich fühle mich frei, so unglaublich frei, das ich hoffe, das dieses gefühl niemals aufhört.

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