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Donnerstag, 2. August 2012













Es klingelt an der Tür, eigentlich ein ganz normales klingeln. Doch mein Herz geht in die Höhe. Ich gehe zur Tür, mit dem Wissen, das draußen mein Vater ist, den ich seit gut drei Monaten nicht mehr gesehen habe. Ich mache die Tür auf, meine Schwestern kommen rein, er sitzt im Auto, ich gehe zu ihm, mache die Tür auf und überlege kurz, was ich jetzt mache. Ich beuge mich runter und gebe ihm einen Kuss auf die Wange. ' Alles gute zum Geburtstag , Papi ' sage ich, und er bedankt sich. Wir quatschen ein bisschen, reden über alles mögliche. ' Kommst du Sonntag zu meinem Geburtstag? ' frage ich, und sein lächeln verschwindet leicht vom Gesicht. ' Ich weiß nicht ' setzt er an. ' Es würde einen guten Eindruck machen ' sage ich , und er guckt mich fragend an . ' Bei wem? ' , ' Naja, bei den Leuten ' ich gucke ihn an und weiß eigentlich schon, das er nicht kommt. ' Den Brauch ich nicht ' sagt er ' solange ich einen guten Eindruck bei dir habe, ist doch alles gut ' lächelt er. ' Naja, komm zu meinem Geburtstag , und du hast den guten Eindruck ' gucke ich ihn mit meinem Blick an, der eigentlich immer zieht. ' Ich überlegs mir, ich melde mich dann. Ich muss aber jetzt arbeiten, bis Sonntag dann ' sagt er, und ich gehe rein, lege mich in mein Bett, und ich frage mich , was das Problem ist, warum das alles so geworden ist, und das ich mir nichts sehnlicher wünsche, als das es wird, wie es früher einmal war.

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