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Freitag, 30. November 2012













Ich komme in den Kindergarten und meine Tränen stehen mir schon in den Augen. Ich gehe in den Teamraum, hänge meine Sachen an, gucke auf die Uhr und habe noch 10 Minuten. Ich gehe kurz auf die Toilette, schreibe noch eine Sms an Julie und gucke in den Spiegel. Ich sehe schlecht aus, habe rote Augen und schon rollt mir die erste Träne über die Wange. Ich wische sie mir schnell weg, stecke mein Handy in die Hosentasche und gehe schnell zu den Kindern. Sofort kommt einer von ihnen angerannt, klammert sich um mein Bein und fragt , ob wir UNO spielen können. Ich nicke, Ablenkung wird gut tun. Schon nach einer halben Stunde geht es mir viel besser, diese ganzen Positiven Dinge, die diese kleinen Kinder ausstrahlen, sind so unbegreiflich. Jedesmal geht mein Herz von neuem auf, wenn einer von ihnen vor mir steht und mich fragt, ob ich ihm helfen kann. Jedes mal wenn sich jemand weh tut und nach zwei Sekunden alles wieder weg ist. Jedes mal, wenn einer auf meinen Arm möchte, und ich dann mit einer dreckigen Hose nachhause muss. Jedes mal, wenn wir draußen sind, und aufeinmal eine winzig kleine Hand nach meiner greift und sie ganz fest hält. Und jedes mal geht mein Herz auf, wenn einfach nur eins von diesen kleinen Kindern vor mir steht,  mich anlächelt, und mir dadurch unglaublich viel Kraft gibt.

Mittwoch, 21. November 2012

Liebster Sam ,













Ich weiß der Post zu deinem Geburtstag kommt einen Tag zu spät, aber besser als nie, findest du nicht? Ich wünsche dir nur das beste, und das weißt du, noch dazu hoffe ich, dass du einen wunderschönen Tag hattest. Ich möchte, dass du weißt, das es mir unglaublich viel bedeutet hat, dass ich dich an 'deinem' Tag umarmen durfte und dir gratulieren durfte. Weißt du noch letztes Jahr ? Wir haben uns ignoriert, und ich konnte dir nicht mal über facebook gratulieren, weil du  mich blockiert hattest. Es war schrecklich, ich hoffe das weißt du. Doch gestern war es toll, du warst, wie immer, die pausen bei uns und selbst abends bin ich noch vorbei gekommen, um dir dein Geschenk zu bringen. Ich war so glücklich und dankbar, das du mich so süß in den Arm genommen hast, und das die Umarmung länger ausgefallen ist, als nötig. Es hat sich alles so gut verändert. Du hast dich so verändert. Ich liebe es dich in der Pause stehen zu sehen, der schönste Junge in der ganzen Pausenhalle, wie du da stehst und mich anstrahlst, weil ich auf dich zu komme. Ich liebe es mit dir zu Julie zu laufen und Wii zu spielen, wo du immer dafür bist, das ich verliere, weil ich besser bin als du. Ich liebe es, wenn du abends auf dem Nachhause weg den Arm um mich legst, weil ich Angst habe. Ich liebe selbst die Momente, wo du mich verarschst und mir sagst, dass da jemand steht. Ich liebe die Momente, in denen du mich anlächelst weil ich eine gute Note geschrieben habe, und du mich dafür in den Arm nimmst. Ich liebe es , wenn du morgens früh hinter mir am Bahnhof her trottest, aber immer in meiner Nähe bist. Ich liebe es, wenn du neben mir im Bus sitzt, und sich unsere Körper berühren, und ich genau weiß, das du auch daran denkst. Aber eins, eins liebe ich besonders an dir. Die Momente, in denen du einfach so meine Hand nimmst, und ich nach zwei Jahren immernoch Bauchkribbeln habe. Die Momente, wenn du mich zur Begrüßung einfach mal so lange umarmst, weil du da Grade Lust drauf hast. Die Momente, in denen ich merke, dass ich dir etwas bedeute. Immoment frage ich mich oft, ob ich total gestört bin, weil ich dich immernoch so sehr liebe wie am Anfang, wahrscheinlich noch mehr. Aber ich halte mich da lieber an das, was meine Klassenkameradin gesagt hat : ' Das, dass muss wahre liebe sein '

Freitag, 16. November 2012















Ich bin auf einem großen Gelände, ich schreie, ich laufe, ich stolpere, meine Knie sind voller Blut und immer wieder falle ich, bin kurz davor liegen zu bleiben, doch immer wieder stehe ich auf, kämpfe weiter um mein Leben, kämpfe ums Überleben. Ich stolpere, falle auf meine Blutverschmierten knie, schreie bei dem Schmerz, drehe mich um und sehe ihn, sehe ihn, wie er mit dem Messer in der Hand hinter mir her gerannt kommt. Ich räkle mich ein letztes mal auf, doch die Kraft lässt nach und ich schwanke wieder zu Boden und er kommt schneller angerannt als gedacht ' Ich bringe dich um , .. ! ' - Ich schrecke hoch, Schweiß gebadet liege ich in meinem Bett, tränenüberströmt, atemlos. Ich merke das ich in Sicherheit bin, lasse mich zurück in mein Bett sinken und beruhige mich ein wenig. Was wollte mir dieser Traum sagen? So oft bin ich am Ende, so oft will ich liegen bleiben, so oft wünsche ich mir, dass ich einschlafe und nie wieder aufwache. Doch dann kommt dieser Mann, will mich umbringen, und ich laufe davon, kämpfe um mein Leben, wovon ich sonst nur negativ denke. Warum? Warum habe ich mich nicht einfach erstechen lassen? Vielleicht gibt es immer Hoffnung, immer einen weg um wieder aufzustehen, immer jemanden, der dich rettet, man muss diesen Weg nur gehen, anstatt alles aufzugeben.

Mittwoch, 7. November 2012















Ich stehe am Bahnhof, gucke mir Leute an, die müde über den Bahnhof schlendern. Am liebsten würde ich im stehen schlafen, doch ich reiße mich zusammen und freue mich, gleiche meine Kindergartenkinder zu sehen. Ein arm neben mir drückt sich näher an mich und ich gucke hoch. Sam grinst mich an und ich lächle zurück. Er bleibt so stehen, so das sich unsere arme berühren, und ich weiß das er auch drüber nachdenkt, trotzdem bleibt er stehen. Sophie und eine Freundin kommen, sagen mir und Sam hallo und wir reden ein wenig. Sam guckt mich an,  nimmt mich in den arm und geht in seinen Bus, ich gucke ihm nach und schon ist er weg. Wir reden weiter und ich ziehe eine Grimasse. ' Gott ehrlich, ich kenne wenige Leute die so süß sind wie du! ' sagt meine Freundin und ich lächle sie an. ' Das sam dich nicht will, kann ich nicht verstehen, man kann so einen süßen Menschen wie dich doch nur lieben! ' ich fange an zu lachen und gucke Sophie an, die sofort dagegen spricht. ' Natürlich will er sie! ' sagt sie und die beiden fangen an darüber zu reden und ich stehe nur daneben, beobachte wie sie die frage diskutieren, die ich schon seit über einem Jahr habe. ' Ja stimmt, er will sie ' sagt meine Freundin auch, ich gucke sie an, lächle, ' ihr seit so bescheuert ' sage ich, sage ihnen Tschüss und steige in den Bus, während ich noch mehr als sonst über all das nachdenke.